Hilfetelefon Sexueller Missbrauch Fakten

Gut zu wissen

Auswirkungen

Die Auswirkungen von sexuellem Missbrauch sind sehr unterschiedlich und u.a. abhängig von der Intensität und Dauer des Missbrauchs, vom Grad der Abhängigkeit zum Missbrauchenden oder von den sozialen Beziehungen der Mädchen und Jungen. Manche Betroffene sind durch die Taten und die Folgen ihr ganzes Leben lang schwer belastet. Für andere sind die Auswirkungen weniger schwerwiegend. Selten weisen Verletzungen direkt auf sexuellen Missbrauch hin und es gibt auch keine eindeutigen psychischen Anzeichen. Die Kinder und Jugendlichen können aber Symptome entwickeln, die als Signale ernst genommen werden müssen. So kann es beispielsweise zu Verhaltensänderungen kommen – etwa zu Ängstlichkeit, Aggressivität, Leistungsabfall, Rückzugstendenzen, Konzentrationsschwäche oder sexualisiertem Verhalten. Auch psychosomatische Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Hauterkrankungen können Anzeichen sein. Manche Mädchen und Jungen fügen sich selbst Verletzungen zu, magern ab oder nehmen stark zu, andere konsumieren übermäßig Alkohol oder Tabletten, bleiben der Schule fern oder reißen von zu Hause aus. Allerdings ist keines dieser Symptome spezifisch für sexuellen Missbrauch! Das bedeutet, dass jede dieser Auffälligkeiten auch andere Ursachen haben kann.

Ein Kind hat gute Chancen, das Erlebte zu verarbeiten, wenn es früh Hilfe und Trost erhält und erlebt, dass ihm geglaubt wird. Besonders belastend ist es für Mädchen und Jungen, wenn der Missbrauch fotografiert, gefilmt und z. B. im Internet verbreitet wird. Die Opfer haben dadurch das Gefühl, dass der Missbrauch nie endet. Der Begriff „Kinderpornografie“ verharmlost diese Darstellungen von Missbrauch. Treffender ist es, von „Missbrauchsfotos oder -filmen“ zu sprechen.

Stimmen: Ausgerechnet der, das konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Mein Lehrer fragt mich nach einem Date. Ist doch abartig, oder? Meine Kollegin in Verdacht zu haben – wie schrecklich! Ich bin vollkommen durcheinander. Wir haben zwar so ein Präventionsprogramm bei uns im Kindergarten gehabt, aber jetzt wissen wir nicht weiter. Das sind doch beides noch Kinder. Ich bin so froh, dass mir jemand Ihre Nummer gegeben hat. Ich würde gerne einen Elternabend dazu einberufen. Das ist doch alles schon so lange her ... Meine Schwester hat neulich im Chat echt ekelige Fotos von einem Typen geschickt gekriegt. Ich hätte so gerne, dass das alles nicht wahr ist. Unser Team war völlig überfordert.