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Betroffenheit, Wut...

Ohnmacht?

Für das soziale Umfeld

Ihr Kind, Ihre Partnerin oder Ihr Partner oder jemand aus Ihrem näheren Umfeld wurde Opfer sexueller Gewalt?

Damit stehen Sie vor einer schwierigen Situation. Gerade am Anfang ist es vielleicht unvorstellbar, wie das Leben weitergehen soll. Das Wissen um den Missbrauch drängt sich ständig in den Vordergrund. Es erfordert viel Kraft und Mut, sich auf den Weg zu machen und Schritt für Schritt ein Leben zurückzuerobern, das nicht ausschließlich von Missbrauch bestimmt ist. Spezialisierte Fachberatungsstellen können dabei eine gute Unterstützung bieten.

Es kann sein, dass rechtliche Fragen zu klären sind. Wenn Betroffene an eine Strafanzeige denken, sind gute Beratung und das Abwägen von Für und Wider von entscheidender Bedeutung.

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Kind oder ein Kind in Ihrem Umfeld sexuellen Missbrauch erleidet?

Vertrauen Sie Ihrem Gefühl und gehen Sie Ihrem Verdacht nach. Ihr Handeln wird wesentlich von der Position abhängen, in der Sie sich befinden. Klären Sie mit einer Person, der Sie vertrauen, worauf Ihr Gefühl und Ihr Verdacht beruhen. In beruflichen Situationen wäre die Leitung der Einrichtung die nächste Person für ein vertrauliches Gespräch. Es ist ratsam, sich persönlich oder telefonisch von Fachberatungsstellen unterstützen zu lassen.

Versuchen Sie, das Vertrauen des Kindes zu stärken. Zeigen Sie, dass Sie sich mit belastenden Themen auskennen und dass es mit Ihnen sprechen kann. Tun Sie das mit Bedacht und Ruhe - auch wenn es schwerfällt - und üben Sie keinen Druck aus. Das Mädchen oder der Junge steht vermutlich bereits unter großem Druck. Signalisieren Sie dem Kind, dass Hilfeholen kein Petzen und kein Verrat ist, dass es in Ordnung ist, über „schlechte Geheimnisse“ zu sprechen, und dass Sie ihm glauben.

Machen Sie keine Versprechen, die Sie nicht halten können. Sprechen Sie nie den vermeintlichen Täter oder die vermeintliche Täterin auf Ihren Verdacht an.  

Stimmen: Ausgerechnet der, das konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Mein Lehrer fragt mich nach einem Date. Ist doch abartig, oder? Meine Kollegin in Verdacht zu haben – wie schrecklich! Ich bin vollkommen durcheinander. Wir haben zwar so ein Präventionsprogramm bei uns im Kindergarten gehabt, aber jetzt wissen wir nicht weiter. Das sind doch beides noch Kinder. Ich bin so froh, dass mir jemand Ihre Nummer gegeben hat. Ich würde gerne einen Elternabend dazu einberufen. Das ist doch alles schon so lange her ... Meine Schwester hat neulich im Chat echt ekelige Fotos von einem Typen geschickt gekriegt. Ich hätte so gerne, dass das alles nicht wahr ist. Unser Team war völlig überfordert.